Hafencity Zeitung vom September 2011

Zahnimplantat – die neue Wurzel

Das Leben hinterlässt Spuren – auch an den Zähnen. Ein Sportunfall oder Sturz kann schon früh eine Lücke ins Lächeln schlagen. Karies und Parodontitis können im Laufe der Jahrzehnte ganze Zahnreihen kosten. Eine belastende Situation. Doch Mut zur Zahnlücke ist heute unnötig, genau wie auffälliger oder wackliger Zahnersatz. Mit Zahnimplantaten gewinnen Sie Sicherheit und neue Lebensqualität.

Was ist ein Zahnimplantat?
Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus hoch reinem Titan mit einem meist schraubenförmigen oder zylindrischen Design. Es wird in den Kieferknochen eingepflanzt, um verloren gegangene Zähne in Funktion und Ästhetik zu ersetzen. Auf dem Zahnimplantat werden Einzelkronen, Brücken und herausnehmbarer Zahnersatz sicher verankert.

Fühlen sich implantatgetragene Kronen wie meine eigenen Zähne an oder habe ich ein Fremdkörpergefühl?
Sie spüren keinen Unterschied. Die implantatgetragenen Kronen vermitteln Ihnen beim Lachen, Sprechen und Essen ein ganz natürliches Gefühl.

Ist die Implantation mit Risiken verbunden?
Die Verletzung von Nerven und Blutgefäßen ist beim Einsetzen der Zahnimplantate in den Kieferknochen zwar grundsätzlich möglich, durch die heutigen Möglichkeiten der Diagnostik und Planung mit der Digitalen Volumentomographie (3D-Röntgenbild) ist dies jedoch weitgehend auszuschließen. Bei der Planung eines Zahnimplantats ist dringend darauf zu achten, dass der/die Zahnarzt/Zahnärztin ein 3D-Röntgenbild von der zu implantierenden Region anfertigen lässt. Die herkömmlichen 2D-Röntgenbilder sind zu ungenau und bergen bei der Implantation die Gefahr der Verletzung von Nerven und Blutgefäßen.

Ist für die Implantation eine Vollnarkose erforderlich?
Nein. Die Schmerzempfindlichkeit kann mit einer örtlichen Betäubung vollständig ausgeschaltet werden. Falls Sie sich doch für eine Behandlung unter Vollnarkose entscheiden, können Sie sich vorab bei Ihrem/Ihrer Zahnarzt/Zahnärztin darüber informieren lassen.

Wie viele Zahnarzttermine werden notwendig sein?
Nach Entfernung des Zahnes muss vorab drei Monate gewartet werden, bis ein Implantat in der Region gesetzt werden kann. Dann erfolgt im Rahmen der Diagnostik und Planung die Anfertigung eines 3D-Röntgenbildes. Die Implantat-Operation kann nun erfolgen. Nach etwa sieben Tagen wird die Wunde kontrolliert und die Fäden entfernt. Nun beginnt die drei- bis sechsmonatige Einheilungsphase. Der prothetische Teil (die künstliche Krone) wird je nach Umfang und Art der
Versorgung drei bis vier Termine in Anspruch nehmen.

Wann ist ein Knochenaufbau erforderlich?
Wenn die Kaubelastung im Kiefer über längere Zeit durch fehlende Zähne nicht mehr gegeben ist, bildet sich der Knochen zurück. Das ist ähnlich wie bei einem Muskel, der verkümmert, wenn er nicht mehr belastet wird. Auch bei einer Parodontitis (Zahnbetterkrankung) wird der Kieferknochen dünner und geschwächt, sodass ein Implantat ohne Knochenaufbau gegebenenfalls keinen Halt mehr finden kann. Der Knochen wird dabei mit körpereigenem und/oder Knochenersatzmaterial so schonend wie möglich wieder aufgebaut.

Wie pflege ich meine implantatgetragenen Zähne?
Genauso wie bei Ihren natürlichen Zähnen müssen auch bei implantatgetragenen Zahnkronen die Zahnzwischenräume und Übergänge zum Zahnfleisch mit Zwischenraumbürstchen und der Zahnbürste gereinigt werden, da sich dort schnell Bakterien (Plaque) ansiedeln und eine Periimplantitis (Entzündung des Knochens um das Implantat herum mit Knochenabbau) verursachen können. Die Periimplantitis kann zum Implantatverlust führen. Um die häusliche Mundhygiene zu unterstützen, sollten Sie in regelmäßigen Abständen – etwa alle drei Monate – zu einer Kontrolle und professionellen Zahnreinigung Ihren Zahnarzt aufsuchen.

Bei Fragen stehen Ihnen Dr. Navid Jalilvand M. Sc. und sein Team jederzeit gerne zur Verfügung.

Dr. Jalilvand
Zahnarztpraxis in Hamburg, HafenCity
Am Kaiserkai 46
20457 Hamburg
Tel.: 040 / 43 21 88 66

Hier finden Sie den Pressebericht über Zahnimplantate aus der Hafencity Zeitung vom September 2011 zum Download