Hafencity Zeitung vom Mai 2011

Volkskrankheit Parodontitis – Risikofaktor für Allgemeinerkrankungen
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Parodontitis als Infektionserkrankung einen pathogenen (krankmachenden) Einfluss auf den übrigen Organismus ausüben kann. Sie kann als Risikofaktor bestimmte Allgemeinerkrankungen in ihrer Entstehung und deren Verlauf begünstigen beziehungsweise modifizieren.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen-Parodontitis
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie etwa der Herzinfarkt und der Schlaganfall, gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und stehen unverändert an erster Stelle der Morbiditäts- und Mortalitätsstatistiken. Wissenschaftliche Studien konnten belegen, dass die Parodontitis neben den klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Hypercholesterinämie, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen kann.

Schwangerschaft-Parodontitis
Als etablierte Risikofaktoren für untergewichtige Frühgeburten gelten Mehrlingsschwangerschaft, ein niedriges Körpergewicht der Mutter, ein Alter der Schwangeren unter 17 und über 35 Jahre, Fehlernährung, Stress sowie Infektionen. Eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen konnte zeigen, dass bei Schwangeren mit einer manifesten Parodontitis die Frühgeburtenrate mit untergewichtigen Säuglingen signifikant erhöht sein kann. Daher wird empfohlen, dass Frauen mit Kinderwunsch den Zustand ihrer parodontalen Gesundheit abklären lassen, um möglichen parodontitisbedingten Schwangerschaftskomplikationen vorzubeugen.

Diabetes mellitus-Parodontitis

Der Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der ein zu hoher Blutzuckerspiegel vorliegt. Eine unbehandelte Parodontitis kann über eine Erhöhung der Insulinresistenz zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Die Einstellung des Blutzuckerspiegels wird somit erschwert und der Verlauf des Diabetes negativ beeinflusst. Zahlreiche Studien legen nahe, dass durch eine erfolgreiche Parodontitistherapie die Einstellung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern verbessert werden kann. Die Behandlung einer Parodontitis muss daher integraler Bestandteil des Diabetesmanagements sein. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, Arzt und Patienten ist für den Gesamterfolg entscheidend

Hier finden Sie den Pressebericht über die Volkskrankheit Parodontitis aus der Hafencity Zeitung vom Mai 2011 zum Download

 

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