Hafencity Zeitung vom Januar 2012

Schwangerschaft und Mundgesundheit

Es gibt viele Dinge, die im ersten Moment der absoluten Aufmerksamkeit bedürfen, wenn eine Frau von ihrer Schwangerschaft erfährt. Dabei denkt kaum eine Frau an Probleme mit den Zähnen. Aber bereits in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten ergeben sich spürbare und oftmals unangenehme Veränderungen in der Mundhöhle, welche einen Zahnarztbesuch unumgänglich machen.
Bereits alte Volksweisheiten wie „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“ oder „Die Zähne der Mutter werden weicher“ deuten darauf hin, dass sich während der Schwangerschaft einiges in der Mundhöhle tut.

Durch die hormonelle Umstellung verändert sich das Bindegewebe, das Zahnfleisch lockert sich und wird stärker durchblutet. Die Bakterien im Mund können sich dadurch leichter anlagern und die ähne und den Zahnhalteapparat (Zahnfleisch und Kieferknochen) schädigen. Bleibt die daraus resultierende Zahnfleischentzündung unbehandelt, kann sie negative Folgen für die Schwangere und das ungeborene Kind haben. Sie gilt als Risikofaktor für eine Frühgeburt oder ein niedriges Geburtsgewicht. Da bei den zu früh oder untergewichtig geborenen Kindern Folgeerkrankungen nicht ausgeschlossen sind, ist es umso wichtiger den Zustand der Zähne und des Zahnfleisches von Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch genau zu untersuchen. Eine bereits bestehende Zahnfleischentzündung kann während der Schwangerschaft akut und progressiv werden.

Ein weiterer Vorteil, den die werdenden Mütter aus der Vorsorgeuntersuchung für die Zahngesundheit ihrer Kinder ziehen, ist die vorzeitige Aufklärung über die Infektionswege von Karies und Zahnfleischerkrankungen.
Über den Austausch von Speichel (Schnuller, Vorkosten, Kuss, gemeinsames Besteck etc.) erfolgt eine Übertragung von Karies und Parodontitis verursachenden Bakterien. Je höher die Keimbelastung in der Mundhöhle der Mutter, desto höher ist das Karies-Risiko des Kindes. Somit steht die Mundgesundheit der Mutter in direktem Zusammenhang mit der Mundgesundheit des Kindes.

Insofern ist es besonders wichtig, bereits vor und während der Schwangerschaft gezielt die Bakterienbesiedlung in der Mundhöhle durch Vorsorgeuntersuchungen und Prophylaxe-Maßnahmen (zum Beispiel professionelle Zahnreinigung) zu reduzieren.

Planen Sie eine Schwangerschaft, so ist es ratsam, sich einer zahnärztlichen Kontrolluntersuchung zu unterziehen.

Hier finden Sie den Pressebericht über Schwangerschaft und Mundgesundheit aus der Hafencity Zeitung vom Januar 2012 zum Download

 

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